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Donnerstag
Endlich war es wieder soweit, Christi Himmelfahrt, was für uns, d.h. Ralf und Claudia, Sabine und mich gleichbedeutend war mit: Ein Paar schöne Tage mit den Mopeds verbringen.
Eigentlich, so war es geplant Donnerstag früh via Elsaß in den Schwarzwald zu cruisen. Doch Sabines Schichtplan hatte uns einen Strich durch die Planung gemacht. Für diesen Tag stand sie noch auf Frühdienst. Also mußte die Anreise in stark verkürzter Form stattfinden.

 

 

Gegen 16:00 Uhr machten wir uns auf den Weg von Saarbrücken über die A620 nach Güdingen und weiter nach Saareguemines. Dort nahmen wir die N62 in Richtung Bitch-Hagenau.

Unterwegs auf der N62
Auf der Rheinfähre

 

 

 

Bei Drusenheim überquerten wir den Rhein per Fähre,die
übrigens ganz umsonst ist.

Bei Aachern wechselten wir zur A5 zum "Kilometerfressen". Es hätte wohl zuviel Zeit gekostet ganz auf die Autobahnen zu verzichten und den ganzen Weg über Landstraßen zu fahren. So mußte Ralf noch etwas länger auf die "Besteigung" des Grand Ballon verzichten.
Bei Freiburg verließen wir die Autobahn um über den Schauinsland
(wenn ihr mehr über diesen Berg erfahren wollt, dann klickt einfach
mal rein ) die schnellste Strecke in Richtung Todtnau zu nehmen.
Ganz nebenbei natürlich genossen wir den super Ausblick und jede der 175 Kurven.
Blick vom Schauinsland
Nach diesem ersten Highlight kamen wir über Aftersteg und Hasbach nach Todtnau. Unser Domizil, die Pension Kressel liegt in Schlechtnau, einem Nachbarort von Todtnau. Der Ort liegt rechts und links der Bundesstraße 317, doch nach anfänglichem suchen brachten uns Wegweiser zur richtigen Straße und somit auch zur Hausnummer 25, dem Haus der Fam. Gutmann.
Pension Kressel

 

 

Frau Gutmann wurde wahrscheinlich durch unser Motorengeräusch auf uns aufmerksam und begrüßte uns gleich vor der Tür.

Mit Ihrer herzlichen Art fühlte man sich in dem alten Schwarzwaldhaus gleich heimisch. Und bei der Tatsache, unsere Motorräder jetzt stehen zu lassen um zu Fuß ins Dorf essen zu gehen, freuten wir uns auch auf ein kühles "Tannenzäpfle-Bier", das Sie uns zur Begrüßung anbot.

 

Auf Empfehlung der Hausherrin fiel die Wahl des Speiselokals auf
das Steakhaus "Unterm Raabenfelsen". Doch noch trennten uns
2 Kilometer Fußmarsch bergab von unserem wohlverdienten Essen.

Unterm Raabenfelsen
macht echt satterer

 

 

Die Steaks auf der Speisekarte sind in Kategorien von klein über mittel bis groß ( 350 gr.) eingeteilt, wobei die letztere auf meinem Teller landete. In feiner Gesellschaft mit hausgeschabten Spätzle
und einem riesigen Salatteller wurde das Mahl aufgetischt.
Nicht nur die Größe, sondern auch der Geschmack gaben keinen Anlaß zur Beschwerde.

So gestärkt konnten wir uns auf den Weg machen um den Höhenunterschied zur Pension zu bewältigen. Bei einem letzten Umtrunk wurden die Beine schwer und es war an der Zeit unsere Betten aufzusuchen.
Freitag
Heute sollte es rechtzeitig losgehen, doch gleich nach dem Aufstehen kam der erste Schock, der Himmel hat seine Pforten geöffnet und es regnete was das Zeug hielt. Dies ist natürlich keine gute Ausgangsposition für die Tour, die für heute geplant war. Auch das Thermometer fiel von 26 Grad auf 13 Grad. Dem entsprechend war die Stimmung. Unsere Frauen tauschten lieber das warme Bett mit dem Sattel. Aber zuvor genossen wir ausgiebig das reichhaltige Frühstück.

 

 

 

Da wir Männer ja nicht ausschließlich "Schönwetterfahrer" oder
"Weicheier" sind, gab es für uns nur eine Lösung: Wir mußten raus und losfahren.

Bei leichtem Nieselregen steuerten wir in Richtung
Todtnauer Wasserfall. Tiefhängende Wolken waren stets unsere Begleiter.

Todtnauer Wasserfall
So eine Sch....

 

 

In Fahl nötigen uns sintflutartige Regenmassen zu einer Zwangspause. Doch wie der Zufall es so will, fanden wir Unterschlupf und eine Tasse frisch gebrühten Kaffee im Hotel und Gasthaus Lawine. Als die Tassen geleert waren ließ auch der Regen nach, bis er schließlich ganz aufgehört hat.

Wir fuhren weiter auf der B317 über den Feldberg in Richtung Tittisee-Neustadt. Mittlerweile gab es auch schon sonnige Abschnitte und wir dachten darüber nach unsere besseren Hälften abholen zu gehen. Ein Telefonat reichte und es war beschlossene Sache. Wir fuhren zurück um unsere Tour bei Km 0 zu wiederholen.

 

 

 

Nachdem wir dem Tittisee erneut einen Besuch abgestattet hatten,
ging's weiter zum Schluchsee. Die Rückfahrt war über Menzenschwand, Riggenbach, Dorf, Geschwend durchs Wiesental
nach Schlechtnau.

Titisee
In der Pension angekommen herrschte reges Treiben, denn nun sind die letzten Gäste auch angekommen und alle Zimmer waren belegt.
Nachdem Fr. Gutmanns erste Empfehlung fürs Essen uns voll und ganz zufrieden stellte, kamen wir nun der 2. Empfehlung nach und gingen ins Gasthaus Lamm.
"Zieh"Auch hier waren unsere elementaren Bedürfnisse bestens gestillt, und zwar in solchem Maße, daß ein Verdauungsschnaps nachgeordert werden mußte. Da auf allen Tischen Werbung für einen Honigschnaps stand, hatte dieser natürlich unser Interesse geweckt. Mit Silvana ( der Bedienung ) wurden wir dann auch nach 3 Probeschnäpsen schnell handelseinig.
Die ersten beiden Sorten: Honigschnaps und Honig-Williams waren ja kein Problem, sie waren im Keller vorrätig. Jedoch die 3. Sorte, ein Honig-Kirsch ( unser Favorit ) war lediglich 1 mal zur Kostprobe vorhanden. Doch Dank meiner Überredungskunst stand Silvana am nächsten Tag extra 1/2 Stunde früher auf um im Nachbarort 2 Flaschen für uns zu besorgen. Ganz, ganz lieben Dank noch mal auf diesem Wege.
Den Absacker gab es dann im Aufenthaltsraum der Pension zusammen mit den neuen Gästen des Hauses.
Dominik, Nicole und man glaubt es kaum noch ein Ralf sind schon Stammgäste im Haus Kressel. Sie kommen auch nach Todtnau des Bikes wegen, jedoch ihre Bikes werden noch manuell betätigt. Es handelt sich um Downhill-Räder, die sie im Fun-Park Todtnau den Berg runter treiben wollen. Der Rest ihrer Gruppe, bestehend aus 7 Mann bzw. Frau ist in einer andern Pension untergebracht.
Bei interessanten Gesprächen und einigen Tannenzäpfle verging die Zeit sehr schnell.
Samstag

 

 

Nach dem Aufstehen gab es erstmal eine Erleichterung, beim Blick aus dem Fenster war weit und breit kein Regen zu sehen. Doch einen Wermutstropfen gab es dennoch das Thermometer zeigte 5 Grad.

Nach dem Frühstück ging es wie gestern Abend versprochen erst mal zum Fun-Park um Dominik, Nicole, Ralf und den anderen erst mal beim Downhill'n zuzusehen.

Die Downhiller
Schwing,Wackel,....

 

Ralf, Claudia und Sabine fuhren mit der Seilbahn zum Gipfel um vielleicht einen besseren Überblick über die Strecke zu haben. Ich persönlich wollte mir den Tag nicht durch das Schaukeln der Seilbahn versauen ( würg, kotz, ...).

 

 

 

Nach unserem Besuch auf der Radstrecke setzten wir unsere Tour fort und fuhren über Präg, Hochkopf, Todtmoos und St. Blasien ins
Albtal. Ein wildromantisches Tal mit 5 Naturtunnels.

Bine und Ralf im Albtaltunnel
Ein Weg????Die Teufelsküche
An der Teufelsküche wurden unsere Kletterkünste noch gefordert.
Der Reinfall ????

 

Bei Albbrück wechselten wir auf die B34 in Richtung Waldshut und weiter in die Schweiz nach Schaffhausen zum Rheinfall.

Den Rückweg bestritten wir wieder über die B34, doch diesmal bis hinter Bad Säckingen um über Wehr ( da gab es endlich mal was warmes zum Futtern ) ins Wehratal zu gelangen.

 

 

Leider waren dort nur wenige Haltemöglichkeiten, dadurch gibt es leider nur dieses eine Foto von dieser absolut sehens- und fahrenswerten Strecke.

Den Schlußpunkt dieser hochgeilen Tour sollte ein Stück echte Schwarzwaldtorte setzen, die wir in einem warmen Café am Tittisee
verspeisten.

Wehratal
In Vorfreude auf eine warme Dusche ging es dann zur Pension zurück. Zum Essen war natürlich das Gasthaus Lamm angesagt, denn da wartete Silvana mit dem Honig-Kirsch!!! Zu später Stunde kamen auch unsere Downhill-Freunde mit einigen Blessuren übersät ins Lamm um den von uns so gepriesenen Schnaps zu verkosten ( Hier blieb es auch nicht bei einer Kostprobe ).
Ralf, Dominik, Nicole, Sabine, Claudia, Silvana und "Piff"Nach Mitternacht fuhren die Frauen dann mit den Radlern im VW Bus zur Pension. Die Männer warteten bis Silvana die Gaststätte aufgeräumt hatte um zusammen mit " Piff", dem letzten Gast und uns zum Aufenthaltsraum zu fahren um den Tag und ausklingen zu lassen.
Sonntag
Dieses war leider unser Abreisetag, also mußte nach dem Frühstück ( das mir nach der letzten Nacht nicht wirklich schmeckte ) die wenigen Sachen verstaut werden. Doch bevor wir den Heimweg antraten, wollte Sabine und Ralf ( sich noch an den gestrigen Abend erinnernt ) mutig die Downhill-Strecke runterfahren. Außerdem wollten wir uns noch von unseren Downhill'ern verabschieden.

 

 

So fuhren wir reisefertig beladen noch einmal zum Fun-Park um uns über die Mietgebühr für Fahrrad und Protektoren zu erkunden. Doch angesichts der hohen Kosten ( 50 € Fahrrad, 10 € Protektoren und 10 € Seilbahn ) für max. 2 Abfahrten blieb es bei der Verabschiedung. Doch ich denke irgendwann wird Ralf diesen Extremsport wohl noch ausprobieren.

Warten auf die Downhill'er

Es war Zeit für uns in die Gänge zu kommen nachdem wir unsere Fahrstrecke festgelegt hatten. Wieder einmal fehlte uns die Zeit um über den Grand Ballon zu fahren. Also fuhren wir über Utzenfeld, Wieden durchs Münstertal in Richtung Bad Krotzingen zur A5, die wir bis Aachern fuhren.
Weiter über Rheinau, Herrlisheim, Rohrviller, Hagenau zur N62 bis Saareguemines, wo sich unsere Gruppe trennte und Ralf und Claudia verabschiedeten. Sabine und ich fuhren über Grossblitterstroff, Güdingen nach Hause.

Fazit: Und die Moral von der Geschicht' : Nur 3 Tage Schwarzwald gibt es nicht. Wir kommen wieder, das ist klar, bei Willi, Kirsch und Downhill, HaHaHa.... ( Sabine )

 
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